(07/04/2020 Info sportspress.lu /COSL) Die Verschiebung der Tokyo 2020 Games ist amtlich. Seit Montag ist der neue Termin auf den 23.Juli bis 8.August 2021, also genau ein Jahr später als geplant, festgelegt. Damit steht der erste wesentliche Orientierungsfaktor für eine Neuorientierung und Neuplanung. 

Zwei wesentliche Entscheidungen des IOC sind für das COSL als äußerst bedeutsam hervorzuheben:
• Alle bisher errungenen Quotenplätze bleiben erhalten.
• Alle unterbrochenen oder abgesagten Qualifikationsprozesse werden mit angepassten Qualifikationskriterien neu angesetzt und an dem neuen Termin der Spiele orientiert.

Das COSL hat in den letzten 2 Wochen mit verstärkten Kontakten zu Athleten, Trainern und Verbänden versucht, sich ein detailliertes Bild über die jeweiligen individuellen Situationen zu machen, um möglichst gezielt darauf reagieren zu können. Mit diesen konkreten Informationen auf der Basis häufig wiederkehrender Fragestellungen und Sorgen hat das COSL letzte Woche, nach der Verlegung von „Tokyo 2020“, folgendes Maßnahmenpaket für die Kaderathleten unter besonderer Berücksichtigung der Olympiaförderung verabschiedet:
• Die Budgetfestlegung für die Kader- und Olympiaförderung ist abgeschlossen. Alle Athleten mit Olympiaförderung können vorrangig ab sofort Zuschüsse auf das Budget 2020 formlos per Mail beantragen.
• Für alle Athleten, die für Tokyo 2020 schon qualifiziert sind und alle Athleten, die noch in einem Qualifikationsprozess stehen (auch nach angepassten Regeln), wird die Olympiaförderung bis zum neuen Termin 2021 aufrechterhalten. Voraussetzung: Das Olympiaprojekt wird auch bis 2021 gezielt verfolgt.
• Allen Athleten, die durch Reisebeschränkungen und kurzfristige Umplanungen im Rahmen der Corona-Krise deutlich erhöhte Kosten in Kauf nehmen mussten, bietet das COSL die Möglichkeit, einen Antrag auf Aufstockung des Budgets 2020 zu stellen. Hierbei wird eine „case by case“ Beurteilung zur Bestimmung der Höhe der Anpassung vorgenommen.
• Da weder in der Wintersaison ab spätestens Januar 2020 ein reguläres Wettkampfrogramm stattgefunden hat, noch bisher beim Einstieg in die Sommersaison ein geplantes Programm durchgeführt wurde, sind für die Kaderrevision 2020 folgende Entscheidungen getroffen worden: 
– Die Kaderrevision der Wintersportarten für die Saison Winter 2019 /2020 wird ausgesetzt.
– Die Kaderrevision für die Sommersportarten wird im Herbst 2020 noch einmal evaluiert. Sollte es bei einem fragmentierten Wettkampfkalender bleiben, kann auch diese Revision ausgesetzt werden.

Die Kadermitgliedschaft wird dann ohne Leistungsbewertung für alle Athleten, die weiterhin ein Leistungssportprojekt verfolgen, um ein Bewertungsjahr verlängert.-
Diese direkten Maßnahmen sollen für alle Kader- und Olympiaathleten, über die Corona-Krise hinweg, einen wesentlichen Beitrag zu einer finanziellen Absicherung aller Projekte leisten.

Bis zu einer Rückkehr zu geordneten Trainings- und Wettkampfverhältnissen möchte das COSL zusätzlich zu diesem Maßnahmenpaket einen zweiten „Unterstützungspfeiler“ aufbauen, der sich über eine intensivierte Kommunikation mit individuellen Fragestellungen der Athleten und Planungsunterstützungen in unterschiedlichen Bereichen (wie z. B. Trainingsbedingungen, Olympiaplanung oder Reisemöglichkeiten zu Wettkämpfen) zeitnah befassen kann.

Mitgeteilt vom COSL

Daniel Dax, Generalsekretär des COSL
Heinz Thews, Sportdirektor des COSL

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